Von der Behörde zum modernen Dienstleister

Der LWL gibt mit einer Wanderausstellung zur seinem Jubiläum 60 Einblicke in seine Arbeit. Foto: LWL

Der LWL gibt mit einer Wanderausstellung zur seinem Jubiläum 60 Einblicke in seine Arbeit. Foto: LWL

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird 60 Jahre alt. Dieses Jubiläum feiert der LWL mit der Wanderausstellung “60 Jahre LWL – 60 Einblicke”, die LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch am Donnerstag (29.8) gemeinsam mit Landrat Christian Manz im Herforder Kreishaus eröffnet hat. Die Ausstellung mit 60 Ausstellungseinheiten zeigt noch bis zum 16. September, wo der LWL heute steht. Außerdem beleuchten schlaglichtartige Rückblicke die Vergangenheit des Verbandes, ausgewählte Ausblicke sprechen von der Weiterentwicklung in der Zukunft.

Ann-Sophie Bathe (l.) mit vom LWL finanziertem Jobcoach Christina Pohlmann vor dem Integrationscafé Anker Villa in Rheda-Wiedenbrück. Foto: LWL/Arendt

Ann-Sophie Bathe (l.) mit vom LWL finanziertem Jobcoach Christina Pohlmann vor dem Integrationscafé Anker Villa in Rheda-Wiedenbrück.
Foto: LWL/Arendt

Bei den Bildern, Texten und Multimedia-Stationen stehen Menschen im Mittelpunkt: diejenigen, für die der LWL sich engagiert und Menschen, die beim LWL arbeiten. Was ist der LWL und wie funktioniert er? Was ist das Besondere am LWL? Welche Vorgeschichte hat der LWL und was genau macht er heute? Diese Fragen will die Schau beantworten.

“Die Ausstellung zeigt die erfolgreiche Geschichte des LWL: die eindrucksvollen Veränderungen der Arbeit mit und für Menschen mit Behinderungen ebenso wie den Auf- und Ausbau der Kulturlandschaft Westfalen-Lippe und den Wandel von der Behörde zum modernen Dienstleister”, sagte Kirsch. “Auch schmerzhafte Einschnitte wie der Verlust der Zuständigkeit für den Straßenbau im Jahr 2000 werden dargestellt. Gleichzeitig blickt die Ausstellung auch in die Zukunft, denn es ist weiterhin unser Auftrag, Gutes zu unternehmen – für die Menschen und für Westfalen-Lippe.”

Die Ausstellung, die in ungewöhnlichen Ausstellungswürfeln daher kommt, stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Foto: LWL

Die Ausstellung, die in ungewöhnlichen Ausstellungswürfeln daher kommt, stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Foto: LWL

“Die Jubiläumsausstellung zeigt anschaulich, welche Leistungen der LWL in diesen Jahren vollbracht hat. Es wird aber auch deutlich, wo die größte Herausforderung für die Zukunft liegt: Während sich in den Anfangsjahren die Finanzierung durch die Landschaftsumlage und Schlüsselzuweisungen des Landes nahezu die Waage hielt, beträgt der Anteil der Landschaftsumlage an der Finanzierung heute mehr als 80 Prozent”, sagte Kirsch. Dabei stoße die finanzielle Belastung für die Kreise, Städte und Gemeinden angesichts unvermeidbar steigender Kosten in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung an Grenzen, die mit kommunalen Mitteln allein nicht zu beherrschen seien, so der LWL-Direktor weiter.

“Die 60 Blicke, die die Ausstellung auf den LWL wirft, sind unterschiedlich inszeniert: sie sind sachlich, verspielt, informativ, sie sind zum Lesen, zum Anschauen oder zum Mitspielen. Bilder und Texte wechseln sich mit Multimedia-Stationen ab”, erklärte Kuratorin Dr. Sigune Kussek, die die Ausstellung mit Unterstützung des LWL-Museumsamtes für Westfalen konzipiert hat.

Heinz Büter in der Spielzeugwerkstatt des Josefs-heims Bigge, Olsberg-Bigge, ca. 1957. Foto: LWL

Heinz Büter in der Spielzeugwerkstatt des Josefs-heims Bigge, Olsberg-Bigge, ca. 1957. Foto: LWL

Hintergrund
Am 5. Mai 1953 wurde die »Landschaftsverbandsordnung für das Land Nordrhein-Westfalen« verabschiedet, am 1. Oktober 1953 trat sie in Kraft: der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) waren entstanden.

Weitere Informationen zum Thema 60 Jahre LWL finden Interessierte unter:
http://www.lwl.org/LWL/Der_LWL/60-Jahre-LWL/