Großes Schiff für kleine Kapitäne

Die Mädchen und Jungen der Ferienfreizeit im Niederrheinischen Freilichtmuseum entern die MS Santa Maria, die seit neustem im Schatten des Spielzeugmuseums vor Anker liegt. Mit den Kleinen freuen sich (im Hintergrund von rechts) Kulturdezernent Dr. Andreas Coenen, Sparkassen-Vorstand Lothar Birnbrich, Museumsverein-Vorsitzender Herbert Kättner, Museumsleiterin Anke Wielebski, Kreis-Architekt Herbert Verlinden und Architektin Anne Rumetsch. Foto: Axel Küppers

Die Mädchen und Jungen der Ferienfreizeit im Niederrheinischen Freilichtmuseum entern die MS Santa Maria, die seit neustem im Schatten des Spielzeugmuseums vor Anker liegt. Mit den Kleinen freuen sich (im Hintergrund von rechts) Kulturdezernent Dr. Andreas Coenen, Sparkassen-Vorstand Lothar Birnbrich, Museumsverein-Vorsitzender Herbert Kättner, Museumsleiterin Anke Wielebski, Kreis-Architekt Herbert Verlinden und Architektin Anne Rumetsch. Foto: Axel Küppers

Anker lichten! Leinen los! Segel setzen! Die MS Santa Maria legt ab. Kleine Kapitäne, Piraten und Weltumsegler kommen im Niederrheinischen Freilichtmuseum auf ihre Kosten. Ein neues Klettergerüst in Schiff-Form lädt zum Klettern, Rutschen und Balancieren ein. Kommandobrücke, Steuerrad, Masten und Anker regen die Fantasie der Kinder an.

“Die Spielgeräte sind eine Bereicherung für unser Freilichtmuseum. Sie machen für Kinder und damit für Familien einen Besuch bei uns noch interessanter”, sagt Dr. Andreas Coenen, Kulturdezernent des Kreises Viersen. An insgesamt fünf Orten rund um die Dorenburg gibt es neue Anlaufstellen für kleine Abenteurer:

Das Kletterschiff “MS Santa Maria” geht neben dem Spielzeugmuseum vor Anker. Wie der Name verrät, ist das Flaggschiff von Christoph Kolumbus’ erster Amerika-Expedition Vorbild für die Konstruktion. Der Rumpf misst 12,50 mal 7 Meter. Die Masten ragen 7,10 Meter in den Himmel. Gegen schmerzhafte Stürze schützt ein Meer aus feinem Sand.
Ein ebenerdiges Bodentrampolin lädt am Eingang des Spielzeugmuseums zum Hüpfen ein. Trampolin und Spielschiff fertigt die Firma Eibe aus Röttingen (Unterfranken).
An der Hofanlage Waldniel werden Nestschaukel, Wippe und Hüpfpilze installiert.
Am neuen Eingangsgebäude können die Kinder auf Schaukeltieren wippen und über eine mehr als zehn Meter lange Holzraupe balancieren.

Ein Kletter-Trecker parkt in Sichtweite des Eingangsgebäudes. Traktor und Anhänger entsprechen fast der Originalgröße. Zusammen messen die Spielgeräte 10 mal 2,40 Meter. Traktor, Schauketiere und Pilze entwirft die Firma Holzdesign Fromme und Nitschke aus dem sächsischen Niesky eigens für das Museum.

“Die Spielgeräte sind überwiegend aus Holz gefertigt. So fügen sie sich harmonisch in das Ambiente des Museums ein”, sagt Kreis-Architekt Herbert Verlinden. Die Experten im Viersener Kreishaus haben die Planung gemeinsam mit den Architekten Anne Rumetsch und Matthias Köppen erstellt. Das Nürnberger Architektenbüro Köppen/Rumetsch hatte den Entwurf zum neuen Eingangsgebäude gefertigt.

Auch die Spiel-Ideen sind mit Bedacht gewählt. Die Geräte ermöglichen traditionelle Bewegungsspiele. “Die Kinder können klettern, balancieren und springen – alles, was sie seit eh und je tun”, sagt Anke Wielebski, Leiterin des Niederrheinischen Freilichtmuseums. Diese traditionellen Bewegungsspiele sind ebenfalls Teil des Spielzeugmuseums auf dem Dorenburg-Gelände. Die neuen Spielplatz-Geräte führen dies fort.

Darüber hinaus gibt es zwei weitere neue Angebote im Niederrheinischen Freilichtmuseum: Familien können während ihres Besuchs einen Bollerwagen kostenlos ausleihen. Die zehn Wagen aus Holz parken unter dem Anhänger des Kletter-Traktors. Ähnlich wie Einkaufswagen im Supermarkt können Familien die Bollerwagen gegen Pfand auslösen.

Zu einer Rast laden neue Sitzgelegenheiten auf dem Museumsgelände ein. An neun Bänken und sechs Tischen können die Besucher sich ausruhen, picknicken und sich unterhalten. Die Sitzgruppen stehen am Spielschiff und an der Hofanlage Waldniel. Von dort haben die Eltern ihren Nachwuchs im Blick, wenn die Kleinen auf den Spielgeräten toben.

Auftraggeber der neuen Angebote ist der Museumsverein Dorenburg und dessen Vorsitzender Herbert Kättner. Die neuen Spielgeräte im Wert von 190.000 Euro finanziert die Stiftung der Sparkasse Krefeld zur Förderung der Natur und Kultur im Kreis Viersen. Lothar Birnbrich, Vorsitzender der Sparkassenstiftung und stellvertretender Vorstand der Sparkasse Krefeld, überzeugte sich bei der Einweihung der Spielgeräte von der hohen Qualität dieses neuen Angebots im Niederrheinischen Freilichtmuseum.

Links:
www.niederrheinisches-freilichtmuseum.de
www.museumsverein-dorenburg.de