Essens früherer Oberbürgermeister Luther in Öl

Das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv

Das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv

Das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv ist um eine Kostbarkeit reicher: Ein wertvolles Porträt des früheren Essener Oberbürgermeisters Hans Luther ging als Dauerleihgabe in seinen Bestand über. Geber ist der Verein für Kommunalwissenschaft, der 1951 vom Deutschen Städtetag zum Zweck der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung für die kommunale Praxis gegründet wurde.

Hans Luther, der 1962 im Alter von 83 Jahren starb, spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stadt Essen sowie in der Weimarer Republik. In seiner Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Essen (1918 – 1922) fällt die Entscheidung, die Sammlung des Industriellen Osthaus anzukaufen und mit dem städtischen Kunstmuseum zum Museum Folkwang Essen zu verschmelzen. Auf Reichsebene war er zunächst Minister für Ernährung und Landwirtschaft und anschließend Finanzminister, ehe er zum Reichskanzler berufen wurde.

Das Porträt, das nun im Vortragsraum des Hauses der Essener Geschichte seinen Platz gefunden hat, ist ein Werk des Malers Leo Freiherr von König, einem Mitglied der Berliner Sezession. Er war in den 1920er und 30er Jahren ein gefragter Porträtist, weil er in dem Ruf stand, das Wesen der Porträtierten sichtbar werden zu lassen. Bekannt sind Bildnisse unter anderem von Gerhard Hauptmann, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz und Emil Nolde.

Weitere Auskünfte erteilt Dr. Klaus Wisotzky, Leiter des Hauses der Essener Geschichte, Telefon 88-41300.

BU: Hans Luther wird zu den renommiertesten Politikern der Weimarer Republik gezählt. Das Porträt von Leo Freiherr von König soll seiner Persönlichkeit gerecht werden.

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Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv